Spessarttour – Mariabuchen und Papst Franziskus

Nationalpark im Spesart dank der Umweltenzyklika Laudato Si von Papst Franziskus

Wallfahrtskirche Mariabuchen, Yoa Rahn, Greenpeace

Fronleichnam in Mariabuchen

Mariabuchen ist als Wallfahrtsort überregional bekannt. Gläubige Katholiken diskutierten mit uns angeregt die christliche Sicht auf das Bewahren der Schöpfung durch einen Nationalpark. Hierbei bereicherten christliche Ansichten unsere Gespräche.

In seiner Umweltenzyklika genannten Predigt „Laudato si” mahnt auch Papst Franziskus zukunftsfähiges Handeln und ausdrücklich den Schutz der Biodiversität an. Biodiversität bezeichnet einen Artenreichtum, wie er auch noch im Spessart zu finden ist.

Die Umweltenzyklika des Papstes

Papst Franziskus mahnt Alternativen zur wirtschaftlichen Nutzung, „wie die Schaffung biologischer Korridore“ (LS 35) an. „Bei der Pflege der biologischen Vielfalt beharren die Fachleute auf der Notwendigkeit, den artenreichsten Zonen mit heimischen, seltenen oder weniger wirksam geschützten Arten besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Es gibt Orte, die einer speziellen Sorgfalt bedürfen wegen ihrer enormen Bedeutung für das weltweite Ökosystem oder weil sie wich­tige Wasserreserven darstellen und so eine Gewähr für andere Formen des Lebens sind.“ (LS 37).

Kann also unser Spessart als “artenreichste Zone mit heimischen, seltenen oder weniger wirksam geschützten Arten” im Sinne von Papst Franziskus angesehen werden? Sollte gar ein “biologischer Korridor” in seinem Sinne geschaffen werden? Oder reicht die Hoffnung und Sorge der heimischen Bevölkerung aus, um den Spessart über Generationen und langfristig sicher in seiner Biodiversität zu erhalten?

Wir denken, dass die größten zusammenhängenden alten Buchenwälder Mitteleuropas eine enorme Bedeutung für das weltweite Ökosystem haben. Einerseits erhalten diese Buchenwälder die Biodiversität der Buchenwaldgesellschaften.

Nur weniger als 2% unter Schutz

Andererseits auch als Symbol für ferne Länder. Es ist schwierig neue Schutzgebiete in Regenwäldern zu fordern und gleichzeitig daheim im Ausweisen von Schutzgebieten allzu sparsam zu sein. Es ist für uns, die wir gerne das internationale Vorbild geben unglaubwürdig, nicht mal 2% der Waldflächen unter Schutz zu stellen.

 

Nationalpark im Spessart dank der Umweltenzyklika Laudato Si von Papst Franziskus

Mariabuchen, Yoa Rahn, Greenpeace

Schleifmühle & Mühlental

Unsere Tour führte uns weiter durch das wunderschöne Mühlental. Bei steigenden Temperaturen wurde es nach vielen Gesprächen und Diskussionen Zeit für eine kräftige Vesper.

Abends trafen wir noch viele Unterstützer des Nationalparks im Spessart beim Festival ‘Umsonst & Draußen’ in Würzburg.